Ernährung

Glykämischer Index (Glyx-Faktor)

Der glykämische Index gibt an, wie rasch ein Lebensmittel zu einem Blutzuckeranstieg führt. 

Es kommt dabei nicht so sehr auf die Höhe des Blutzuckerspiegels an, sondern auf die Geschwindigkeit des Anstiegs. Je rascher, desto stärker ist der Reiz zur Insulinausschüttung. Hohe Insulinspiegel führen aber wieder zu einem raschen Zuckerabbau und ein rascher Blutzuckerabfall kann wiederum „Hungergefühl“ auslösen, also auch Heißhungerattacken.

Außerdem führt ein hoher Insulinspiegel zu einer vermehrten Speicherung des Fettes, das wir vielleicht ebenfalls mit der gleichen Mahlzeit zu uns nehmen.

Der glykämische Index hängt von der Art der Kohlenhydrate ab. Manche werden sehr rasch in Einfachzucker abgebaut und damit blutzuckerwirksam, andere wiederum nur sehr langsam. Der Glyx-Faktor hängt aber auch von der Zusammensetzung der Nahrung ab. Reine Kohlenhydrate (Zucker, Weißmehl etc.) gehen rasch als Zucker ins Blut über und führen daher ebenso rasch zu einem Blutzuckeranstieg. Aus diesem Grund wird z.B. bei erhöhten Leistungsanforderungen Traubenzucker zugeführt. Die Energiereserve ist jedoch nur eine kurzfristige. 

Lebensmittel, die im Verdauungstrakt erst aufgeschlossen werden müssen (Vollkornprodukte), oder mit einem bestimmten Fettanteil verlängern die Abbauzeit und damit die Energiereserve.
Dadurch reduzieren zum Beispiel bestimmte Ballaststoffe, wie Guarkernmehl, den glykämischen Index von Kohlenhydraten.

Durch die verringerte Insulinausschüttung kann dies bei der Erhaltung eines gesunden Körpergewichts unterstützen.

Es ist daher wichtig, eine Balance zu finden zwischen kurzfristig notwendiger Energiezufuhr und anhaltenden Energiereserven.

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