Bewegung

Sport und Bewegung - was tut uns gut?

Bewegung soll vor allem Freude bereiten. Für Herz und Kreislauf sind Ausdauersportarten wie Joggen, Nordic Walking, Radfahren und Schwimmen besonders günstig. Denken Sie aber auch an „exotischere“ Sportarten, wie Sportklettern, oder Tanzen.

Finden Sie eine Lieblingssportart, die zu Ihren Begabungen passt, und die Sie auch zeitlich problemlos in Ihren Alltag einbauen können.

Beraten Sie sich auch mit Ihrem Arzt bzgl. seiner Empfehlungen entsprechend Ihres Gesundheitszustandes.

Unser Tipp: Trinken Sie ausreichend! 

Nordic Walking:

Der Fisch schwimmt, der Vogel fliegt, der Mensch ....GEHT! 

Nordic Walking ist ein tolles Herz-Kreislauftraining an der frischen Luft. Unabhängig vom Fitnesszustand ist diese Form des „Gehens mit Stöcken“ geeignet für Alt und Jung.

Hier nur einige der zahlreichen positiven gesundheits- und trainings-spezifischen Aspekte:

  • Verbesserung der körperlichen Fitness
  • 85% der Muskulatur werden trainiert
  • Optimal zur Gewichtsredukion
  • Verbesserte Koordination
  • Leicht erlernbar
  • Entlastung des Bewegungsapparates (Rücken, Knie)
  • Osteoporoseprophylaxe
  • Ideal auch in der Rehabilitation
  • Kostengünstig

                                       

Experten-Tipps von Diana-Liza Matyas, Geschäftsführerin "Life in Motion" - Zentrum für Gesundheit, Beratung und Bewegung: 

Was ich tun muss, um Nordic Walking richtig auszuüben:

  • Investieren Sie in eine praktische Technikeinweisung bei einem NWO (Nordic Walking Organisation) zertifizierten Nordic Walking Instructor.
  • Nordic Walking mit Skistöcken ist absolut unmöglich!! Die speziell für diesen Sport entwickelten Stöcke verfügen über ein besonderes Handschlaufensystem, das richtiges NW erst ermöglicht. Achten Sie weiters auf die richtige Länge Ihrer Stöcke. (Ihr Sportgeschäft berät Sie gerne)
  • Wichtig ist bequemes Schuhwerk, das das Abrollen des Fußes ermöglicht. Normale Turnschuhe sind völlig ausreichend.
  • Beginnen Sie auf ebenen Wegen und finden und steigern Sie Ihr persönliches Tempo. Trainieren Sie regelmäßig.

Freuen Sie sich beim „Spazierengehen“, Gleichgesinnte kennen zu lernen, und auf ein völlig neues Lebensgefühl.

ACHTUNG: Spaßgefahr!!! :-) 

Laufen– ein exzellenter Ausdauersport:

Laufen ist ein exzellenter Ausdauersport, der in seiner Intensität und Wirkung nahezu konkurrenzlos ist. Mit guten Laufschuhen und dem richtigen Tempo finden Sie einen leichten Einstieg.

Experten-Tipps von Karoline Thausing, Personal Trainerin:

  • Bevor sie mit ihrem Training starten, lassen sie sich bei ihrem Sportarzt durchchecken.
  • Gerade für den Laufeinsteiger gilt:
  • Weniger ist mehr (im Sinne der Anstrengung) -  Mut zur Langsamkeit!
  • Steigern sie zuerst den Umfang und dann erst die Intensität.
  • Gute Laufschuhe sind wichtig: Lassen Sie sich in einem Fachgeschäft beraten und benutzen Sie einen Laufschuh, der zu Ihrem Fuß und Ihrem Bewegungsablauf passt und über eine sehr gute Dämpfung verfügt.
  • Beginnen Sie jede Trainingseinheit mit einer Aufwärmphase und nehmen Sie sich Zeit für ein cooldown.
  • Training macht nicht immer gleich Spaß, aber umso öfter und regelmäßiger sie trainieren, desto mehr Freude werden sie haben. Denn sie merken bald die ersten Erfolge.  
  • Laufen Sie möglichst regelmäßig, zumindest zweimal wöchentlich.
  • Laufen Sie möglichst auf natürlichen und ebenen Untergründen (z.B. Waldwege oder Rasenflächen). Dies schont Ihre Gelenke.
  • Muskelkater ist ein Zeichen dafür, dass Sie zuviel getan haben.
  • Führen Sie ein Trainingsbuch. Für die eigene Motivation bewirkt das wahre Wunder.
  • wenn sie merken, dass ihr Training ineffizient ist, wenden sie sich an einen speziell ausgebildeten TrainerIn
  • ein individueller Trainingsplan ist nicht nur zielorientiert sondern auch abwechslungsreich und motiviert!

 ein neuer Trend: Creative Running fördert ihre koordinativen Fähigkeiten und macht Spaß! 

Radfahren – ein Ausdauertraining, das man nie verlernt:

Tauschen Sie den Autoschlüssel gegen den Fahrradhelm. Vor allem in der wärmeren Jahreszeit, lohnt es sich, das Fahrrad nicht nur für den Radausflug, sondern auch für kleine Erledigungen zu nutzen. Schöner Nebeneffekt: Sie sparen Treibstoff, betreiben aktiven Umweltschutz und stärken Herz und Kreislauf.

Beim Radfahren können Sie Ihre körperliche Anstrengung ideal bestimmen. Außerdem schont das Sitzen Wirbelsäule und Gelenke. Radfahren können Sie gut in Ihren Alltag einbauen, indem Sie zur Arbeit, zum Einkaufen oder zu Freunden radeln.

Experten-Tipps:

  • Verwenden Sie Schuhe mit gutem Profil für sicheren Halt auf den Pedalen.
  • Bunte, grellfarbene Oberbekleidung und Helm unterstützen Ihre Sicherheit.
  • Sie müssen Ihr Fahrrad beherrschen. Einhändig fahren, im Stehen fahren, schalten beim Fahren, nach hinten schauen usw. sollten Ihnen keine Probleme bereiten
  • Fahren Sie, so oft es geht. Aber auch zwei Tage pro Woche sind schon gut.
  • Gönnen Sie sich zu Beginn nach jedem Radfahrtag einen Tag Ruhe.
  • Ihr Rad sollte optimal zu Ihrer Körpergröße passen – lassen Sie sich beraten.
  • Beginnen Sie jede Radtour mit 5 Minuten Aufwärmfahrt
  • Wählen Sie ein zügiges Tempo.
  • Reduzieren Sie das Tempo bei Ermüdungserscheinungen.
  • Hören Sie auf Ihren Körper.
  • Beenden Sie Ihr Training mit etwa fünf Minuten „Cool Down Phase“ bei verringertem Tempo. 

Schwimmen - frisch wie ein Fisch:

Genießen Sie das Element Wasser. Sie können sich dort fast schwerelos bewegen. Wasser gleicht Kräftedefizite aus und schont Ihre Gelenke. Schwimmen ist aber nicht nur für Ihren Kreislauf gut, sondern auch für Ihre Wirbelsäule.

 Experten-Tipps:

  • Schwimmen Sie, so oft Sie Zeit haben. Zumindest zwei Tage pro Woche wären gut.
  • Machen Sie zwischen den Schwimmtagen anfangs zwei Tage Pause.
  • Schwimmen Sie zügig und gleichmäßig.
  • Atmen Sie gleichmäßig ins Wasser aus. Sollten Sie in Atemnot kommen, so wechseln Sie vorübergehend in die Rückenlage.
  • Schwimmen Sie lieber lange Strecken langsam, als kurze Strecken schnell.
  • Schwimmen Sie abwechselnd in Rücken- und Brustlage.
  • Entwickeln Sie beim Üben ein Gefühl für Ihre Belastungsgrenzen.
  • Gönnen Sie sich während Ihres Trainings Pausen.
  • Lockern Sie die Körperpartien, die beansprucht wurden. 

Tanzen – ein geselliger Sport:

                                              

Wenn Sie Musik hören, bewegen Sie sich spontan mit? Geben Sie Ihren Impulsen zum Tanzen doch etwas mehr Raum. Denn dieser Sport macht Spaß, ist gesellig und trainiert ganz nebenbei Herz und Kreislauf und Koordination!

Für Tanz-, Aerobic- und Gymnastikkurse gibt es zahlreiche Anbieter. Fragen Sie nach bei Volkshochschulen, Sportvereinen oder Tanzschulen.

Ein kleiner Überblick der bekanntesten Tänze:

  • Wiener Walzer: Er ist Schwung pur. Die Linksdrehungen und Rechtsdrehungen erfordern Kondition und korrekte Fußarbeit.
  • Slow Foxtrott: Er entspricht am ehesten normalen Gehbewegungen. Für die weiten, raumgreifenden Bewegungen sind Geschmeidigkeit und ein gutes Rhythmusgefühl ausschlaggebend.
  • Samba: Die Samba bringt dynamische Lebenslust zum Ausdruck. Charakteristisch sind die Schritte im Zickzack-Muster.
  • Salsa: Dieser Tanz vereint viele latein-amerikanische Stile. Als authentischen Ausdruck von Temperament und Lebensfreude tanzt man ihn auch in frei assoziierbaren Schrittfolgen.