Immunsystem
Das Tor zur Gesundheit sitzt im Darm
Auch bei der Erhaltung eines starken Immunsystems spielt unser Darm eine wichtige Rolle!
Daher sollten wir ihm ruhig ein wenig Aufmerksamkeit schenken, und ihn zumindest genau so sorgfältig pflegen, wie unsere Haut, auch wenn wir ihn nicht täglich im Spiegel sehen.
400 Quadratmeter Oberfläche, sieben bis neun Meter Länge, wenige Zentimeter Durchmesser und Millionen Zotten - der menschliche Darm erreicht die Ausmaße einer Riesenschlange. Etwa 30 Tonnen Speisen, 50.000 Liter Flüssiges, kiloweise Schadstoffe, Erreger und Bakterien reisen im Lauf eines 75-jährigen Lebens durch den Darm. Brauchbare Stoffe rettet er, andere machen die Mikroorganismen der Darmflora unschädlich.
Nahrung auf Reise
Bei der Verdauung wird die Nahrung in verwertbare Bestandteile zerlegt und über das Blut aufgenommen. Durchschnittlich 24 Stunden - je nach Mahlzeit - reist die Nahrung durch Magen und verschiedene Darmabschnitte, bis sie verdaut ist: Vier Stunden Stopp im Magen, sechs Stunden Dünndarmdarmpassage, rund sieben Stunden Durchlauf durch den Dickdarm und etwa sieben Stunden Station im Mastdarm - danach wird alles Unverdauliche ausgeschieden. Am schnellsten werden Kohlehydrate zerlegt, die Nachzügler sind Fette, sie brauchen am längsten.
Darm als Immunsystem
In der Darmschleimhaut sitzen mehr als 70 Prozent der gesamten Abwehrzellen des Körpers - der Großteil des menschlichen Immunsystems. Das darmeigene Immunsystem produziert außerdem so genannte Immunglobuline (IgA). Das sind Eiweißstoffe, die der Körper zur Abwehr fremder Substanzen bildet. An den Eintrittspforten des Körpers dienen sie vor allem der örtlichen Abwehr von Fremdkörpern auf den Schleimhäuten. Der Mensch besitzt dieses darmeigene Abwehrsystem nicht gleich von Geburt an, vielmehr muss er es trainieren und verfeinern.
Bakterienfabrik
Im Darm leben Milliarden von Mikroorganismen, insgesamt besteht die Darmflora aus mehr als 400 verschiedenen Arten. Sie bereiten die Nahrung auf, produzieren
wichtige Nährstoffe und unterstützen das Immunsystem. Starke Medikamente wie Antibiotika und Cortison, Hormone, Schadstoffe in der Nahrung aber auch Umweltgifte können die Darmflora schädigen. Sie töten nicht nur die krankmachenden, sondern auch die für die Abwehrfunktion notwendigen Bakterien. Ist die Darmflora beschädigt, gerät der Darm aus dem Gleichgewicht: Bauchschmerzen, Völlegefühl und oder Verstopfung können die Folgen sein. Und Darmprobleme können sich negativ auf den gesamten Organismus auswirken.
Fördern Sie aktiv Ihre Darmgesundheit!
Ballaststoffreiche Ernährung
Greifen Sie täglich zu Vollkornbrot, Naturreis, Müsli, Obst und Gemüse. Ihre Verdauung wird es Ihnen danken. Getrocknete Feigen oder Pflaumen, über Nacht in Wasser eingeweicht und in der Früh auf nüchternem Magen gegessen, sind gut gegen Verstopfung.
Die empfohlene Tagesdosis von Bios Life™ Complete versorgt Sie bereits mit 10,1 g einer hochwertigen, patentrechtlich geschützten Ballaststoffmatrix!
Viel Flüssigkeit
Viele Menschen trinken zu wenig. Viel Flüssigkeit ist vor allem bei ballaststoffreicher Ernährung wichtig, ansonsten kann es zu einem Darmverschluss kommen. Am besten sind 2 bis 3 Liter pro Tag. Kein Alkohol, kein Kaffee, am besten (Mineral)Wasser, ungesüßte Fruchtsäfte, Kräuter- und Früchtetees oder Gemüsebrühen. Wer zu Verstopfung neigt, sollte jeden Morgen ein Glas lauwarmes Wasser trinken.
Sauermilch-Produkte
Im Darm leben viele Bakterien, die dafür verantwortlich sind, dass da unten alles gut funktioniert. Die nützlichen Darmbewohner fühlen sich bei Sauermilchprodukten wie Molke, Kefir, Buttermilch und Naturjoghurt besonders wohl. Aber auch die im Sauerkraut enthaltenen Milchsäurebakterien bringen einen müden Darm wieder in Schwung.
Richtiges Essen
Bedenken Sie, dass eine gute Verdauung im Mund beginnt. Nehmen Sie sich Zeit für das Essen, kauen Sie jeden Bissen gut, bevor Sie ihn schlucken. Ein schneller Snack im Gehen oder neben dem Fernsehen tut dem Darm alles andere als gut.
Regelmäßige Bewegung
Wer lange sitzt und sich wenig bewegt, bei dem wird auch der Darm träge. Regelmäßige Bewegung hingegen bringt auch die Verdauung wieder in Schwung. Und sorgen Sie dafür, dass Sie Stress gut abbauen und regelmäßig entspannen können.
Zeit für die Toilette
Erziehen Sie Ihren Darm, um jeden Tag zur gleichen Zeit auf die Toilette gehen zu können. Für viele Menschen ist die Zeit nach dem Frühstück am besten. Nehmen Sie sich genügend Zeit für das stille Örtchen und erpressen Sie nichts. Wenn einmal einen Tag lang nichts geht, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Man muss nicht täglich können.